Übungsszenario: Brand auf Bauernhof
Jahrtag-Übung der Zwieseler Feuerwehren in Innenried erfolgreich gemeistert
Die Freiwillige Feuerwehr Innenried hat am Freitagabend die Jahrtagübung der Zwieseler Feuerwehren und der Werkfeuerwehr Zwiesel Fortessa ausgerichtet.
Als Übungsobjekt diente ein landwirtschaftliches Anwesen in Innenried. Das angenommene Einsatzszenario stellte die Einsatzkräfte vor eine anspruchsvolle Aufgabe: Ein Brand in einer Maschinenhalle mit zwei vermissten Personen sowie die Gefahr einer Brandausbreitung auf die angrenzende Stallung, die Silohalle und das Wohnhaus.
Nach der Alarmierung wurde die Einsatzstelle in vier Einsatzabschnitte gegliedert. Während sich zwei Einsatzabschnitte um die Menschenrettung und Brandbekämpfung kümmerten, übernahmen weitere Kräfte die Wasserversorgung über eine längere Schlauchstrecke sowie den Schutz der benachbarten Gebäude.
Stark verrauchte Maschinenhalle
Mehrere Atemschutztrupps gingen unmittelbar nach ihrem Eintreffen in die stark verrauchte Maschinenhalle vor. Die beiden vermissten Personen konnten zügig aufgefunden und ins Freie gebracht werden. Parallel dazu wurde die Brandbekämpfung mit mehreren Strahlrohren eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung des angenommenen Feuers zu verhindern.
Besonderes Augenmerk lag auf dem Schutz der Stallung, der Silohalle und des Wohnhauses. Durch eine gezielte Riegelstellung sollte es den Einsatzkräften gelingen, ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Gebäude zu verhindern.
Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar. Über eine rund 320 Meter lange Schlauchleitung wurde Wasser aus der Löschwasserzisterne zum Brandobjekt gefördert. Die in der Zisterne vorhandene Wassermenge stellte dabei zunächst eine ausreichende Reserve für den Erstangriff sicher. Dadurch bliebe im Ernstfall genügend Zeit.
Die Übungsteilnehmer mussten eine Wasserversorgung aufbauen und ihre Atemschutzausrüstung anlegen, um weitere Löschwasserentnahmestellen zu erschließen und die Wasserversorgung nahtlos zu ergänzen. So konnte die Versorgung der eingesetzten Strahlrohre während der gesamten Übung ohne Unterbrechung sichergestellt werden.
Nach rund einer Stunde konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Bei der anschließenden Übungsbesprechung zog Einsatzleiter Johann Zitzelsberger ein positives Fazit. Er zeigte sich mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden und bedankte sich bei allen Beteiligten für die engagierte Mitarbeit sowie die gute Zusammenarbeit der einzelnen Feuerwehren.
Kreisbrandmeister lobt gute Zusammenarbeit
KBM Stefan Sack lobte die Leistung der Einsatzkräfte. Zwar hätten sich während der Übung kleinere Fehler eingeschlichen, genau dafür seien gemeinsame Übungen jedoch da. Nur durch regelmäßiges Üben könnten Abläufe verbessert, Erfahrungen gesammelt und die Zusammenarbeit der Feuerwehren weiter gestärkt werden.
Auch KBM Josef Eberl zeigte sich mit der ruhigen und strukturierten Abarbeitung der Einsatzlage zufrieden. Er hob insbesondere die gute Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren sowie die klare Abschnittsbildung hervor.
Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger bedankte sich anschließend bei allen Feuerwehrkameraden für deren ehrenamtlichen Einsatz und ihr großes Engagement. Er betonte die Bedeutung regelmäßiger Gemeinschaftsübungen für die Sicherheit der Bevölkerung und sprach allen Beteiligten seinen Dank aus. Anschließend tauschte man sich bei einer gemeinsamen Brotzeit noch über die Übung und andere Themen rege aus.
An der Jahrtagübung beteiligten sich 112 Feuerwehrdienstleistende der Feuerwehren Innenried, Zwiesel, Rabenstein, Bärnzell und Klautzenbach, sowie der Werkfeuerwehr Zwiesel Fortessa.
Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig das Zusammenspiel der einzelnen Wehren ist. Durch regelmäßige, realitätsnahe Übungen werden die Einsatzabläufe gefestigt.










